Freundesbrief 2026: Zum Geleit
Wo Gott ist, ist Kirche - Wo du bist, ist Kirche - Wo ich bin, ist Kirche
Von Schw. Renate Kersten und Schw. Helga Köhler am 1. Juli 2026
Zum Geleit
Liebe Schwestern und Brüder,
liebe Freundinnen und Freunde unserer Schwesternschaft,
in unserem diesjährigen Freundesbrief haben wir verschiedene Seiten von Kirche „beleuchtet“.
Glaube und Kirche, so die Erfahrung vieler Menschen, waren und sind zu den verschiedensten Zeiten und Orten nicht immer im Gleichklang. Umso wichtiger ist es, dass die Kirche glaubwürdig ist und bleibt.
Die Beiträge spiegeln unterschiedliche Erfahrungen und Berührungen mit der Kirche wider. Stellen Sie sich auch manchmal die Frage, wen oder was kann man unter „die Kirche“ verstehen?
Als ich vor Jahren auf Ordo Pacis zuging und um die Aufnahme bat, war mir sehr wichtig zu wissen, dass diese Schwesternschaft zur Evangelischen Kirche Deutschlands gehört. Ein kleiner Teil des Ganzen zu sein und mit Gebet und Gottesdienst in der Gemeinschaft der Gläubigen eingebettet zu sein, erfüllte mich mit großer Dankbarkeit.
Einen viel umfassenderen und weiteren Blick von Kirche zu entwickeln, als nur Kirche mit Institution zu verbinden, ist in unseren Köpfen mehr als notwendig. Wir hoffen mit diesen Beiträgen ein klein wenig den Begriff Kirche zu „erweitern“.
Und ich kann ganz in die Worte meiner Schwestern mit einschwingen, die in ihren Berichten zu folgendem Fazit kamen:
Wo Gott ist, ist Kirche
Wo du bist, ist Kirche
Wo ich bin, ist Kirche
In unserem Schwesterngebet beten wir wöchentlich:
Dreieiniger Gott, wir bitten Dich für das Leben unserer Schwesternschaft in der Kirche und in der Welt: Lass uns miteinander ein Zeichen deines Friedens sein.
Auf dem Jahreskonvent 2025 wählten wir eine neue Leitende Schwester und für mich geht mit diesem Jahreskonvent 2026 meine Amtszeit zu Ende. Ich blicke dankbar auf die fünf Jahre der Leitung zurück, in denen ich viel schwesterliche Unterstützung und Begleitung erfahren habe. Der Staffelstab wird nun weitergereicht und Schwester Renate Kersten, die sich im folgenden Beitrag vorstellt, wird unsere Gemeinschaft leiten.
Ihnen, die diesen Freundesbrief bekommen haben und lesen, danke ich für ihr Interesse an unserer Schwesternschaft, für alle Unterstützung im Gebet, durch Spenden oder andere Beiträge für unsere Arbeit und für das uns anvertraute Haus der Stille und Begegnung.
Ich wünsche viel Freude und Gewinn beim Lesen der folgenden Beiträge.
In herzlicher Verbundenheit
Schwester Helga Köhler
Herzliche Grüße auch von mir, Renate Kersten.
Seit unserem Jahreskonvent im Mai 2026 bin ich Leitende Schwester. Ich wurde 1995 eingesegnet, 1996 ordiniert und arbeite als Pfarrerin in Lage/Lippe.
In diesem Jahr haben wir bei unserem Jahrestreffen zwei Schwestern in unsere Gemeinschaft aufgenommen, zwei Postulantinnen haben ihre Probezeit begonnen. Ebenfalls im Mai verstarb Schwester Gabriele Goebel, die manche von Ihnen vermutlich noch aus deren Zeit in der Cella kennen.
In diesem Jahr hat uns das Thema „Rechenschaft“ beschäftigt. Wir waren im Gespräch über konkrete Verantwortung in vielfältigen Formen.
Dankbar bin ich besonders für alle, die in unserem Haus der Stille und Begegnung mitarbeiten und so noch einmal anders Kontakte zu unserer Gemeinschaft ermöglichen, als es jede einzelne mit ihrem Leben kann.
Ich freue mich auf alle Begegnungen, die nun vor uns liegen, und hoffe, manche von Ihnen kennenzulernen.
Im Frieden Christi verbunden,
Ihre Schwester Renate Kersten
Der gesamte Freundesbrief ist im
Freundesbrief-Archiv zu finden.